Tipps für die Reinigung von Sanitärarmaturen
 Zu einem zeitgemäßen Hotelzimmer gehört heutzutage auch ein
nach modernem Geschmack eingerichtetes Badezimmer. Um den verschiedenen
Bedürfnissen hinsichtlich Design und Funktionalität gerecht zu werden, bestehen
deshalb heute Sanitärarmaturen aus sehr unterschiedlichen Werkstoffen.
Für das Housekeeping ergibt sich dadurch die Herausforderung
bei der Reinigung ein glänzendes Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig die
Materialienoberfläche zu erhalten. Wie lassen sich die verschiedenen
Materialien reinigen und welche Produkte sind am Besten geeignet damit die
Oberflächen nicht beschädigt werden?
Verschiedene Oberflächen
Die am häufigsten vorkommende Vergütungsschicht einer
Sanitärarmatur ist eine Chrom-Nickel-Oberfläche, aber auch
Oberflächenmaterialien wie Edelstahl, Kunststoffe einschließlich Pulver- und
Naßlacke, eloxiertes Aluminium, PVD-Beschichtungen (metallisch wirkende
Hartstoffschichten) oder galvanische Sonderoberflächen wie Gold werden
verwandt.
Farbige, nicht metallische Oberflächen mit Ausnahme von
OVD-Beschichtungen sind grundsätzlich empfindlicher als metallische,
insbesondere gegen Verkratzen. Deshalb ist vor Beginn der Reinigung unbedingt
zu prüfen, welche Art von Oberflächenmaterialien vorliegen.
Hauptproblem Kalkablagerungen
Die häufigste Verschmutzung im Sanitärbereich sind
Kalkablagerungen. Zur Entfernung von starken Kalkablagerungen ist der Einsatz
von sauren Reinigungsprodukten erforderlich. Es dürfen jedoch keine abrasiven
Reiniger, Salzsäure oder chloridhaltige saure Reiniger, sowie keine
leichtflüchtigen organischen Säuren (z. B. Essigsäure) eingesetzt werden.
Um bei der Reinigung die Materialoberflächen nicht zu
beschädigen, sind folgende Tipps nützlich:
- Die Reinigerdosierung und Einwirkdauer den
Materialgegebenheiten anpassen und das Reinigungsmittel nie länger als nötig
einwirken lassen.
- Dem Aufbau von Verkalkungen kann durch
regelmäßiges Reinigen vorgebeugt werden.
- Bereits vorhandene Kalkablagerungen lassen sich
am Besten durch direktes Auftragen von aufgeschäumten Produkt entfernen.
- Die Verwendung von abrasiven
Reinigungshilfsmitteln, wie z. B. Padschwämme kann zu einer Schädigung der
Oberfläche führen. Hier nur entsprechende Sanitärschwämme verwenden.
- Bei der Sprühreinigung die Reinigungslösung
keinesfalls direkt auf die Armaturen, sondern auf das Reinigungstextil
(Tuch/Sanitärschwamm) aufsprühen und damit die Reinigung durchführen, da der
Sprühnebel in Öffnungen und Spalten der Armaturen eindringen und Schäden verursacht.
- Nach der Reinigung mit ausreichend klarem Wasser
nachspülen, um verbliebene Produktanhaftungen restlos zu entfernen.
- Vorsicht! Bei bereits beschädigten Oberflächen
(z. B. durch Verwendung von abrasiven Pads) kommt es durch das Einwirken der
Reinigungsmittel zum Fortschreiten der Schäden.
Warum keine Essigsäure?
Vielfach ist zu beobachten, dass aus verschiedenen Gründen
auf den Einsatz von Essigsäure als Wirkstoff in Sanitärreinigern Wert gelegt
wird. Aus rein ökologischer Sicht spricht auch nichts gegen den Einsatz von
Essigsäure, da diese biologisch sehr leicht abbaubar ist. Allerdings hat
Essigsäure gravierende Nachteile, die dem Einsatz in der gewerblichen Anwendung
widerspricht.
Im Gegensatz zu anderen gebräuchlichen Säuren ist die
Essigsäure leicht flüchtig, d. h. ein großer Anteil der Säure geht in die
Dampfphase über. Dabei greift die Säure durch Kratzer und Fehlstellen in der
Verchromung das darunter liegende Metall an und kann sogar durch undichte
Abdichtungen und Öffnungen in die Armatur eindringen. Das Innenleben von
Armaturen besteht zumeist aus Messing, welches unter Bildung von Grünspan
angegriffen wird. Das führt zur Spannungsrißkorrosion und am Ende zum Bruch von
zentralen Funktionsteilen.
Alle Säuren wirken mehr oder weniger reizend oder ätzend.
Normalerweise kommt diese Wirkung nur bei direktem Hautkontakt zum Tragen.
Anders verhält sich dies bei leicht flüchtigen Säuren, wie z. B. bei der
Essigsäure. Hier besteht durch die Leichtflüchtigkeit die Gefahr des Angriffs
auf Schleimhäute und Lunge. Das ist im gewerblichen Bereich von besonderer
Bedeutung, da dort längere Kontaktzeiten bestehen als im Haushaltsbereich. Aus
diesem Grund ist die Essigsäure auch in die Liste von Stoffen mit MAK-Wert
(Maximale Arbeitsplatz Konzentration) aufgenommen worden. Dieses Verhalten
zeigen Säuren wie Zitronen- oder Amidosulfonsäure nicht. Sie sind nicht
flüchtig und haben eine Reiz- und Ätzwirkung nur bei direktem Kontakt.
Oasis Pro 61 Saurer Sanitärreiniger aus dem Oasis Pro
Programm ist deshalb auf Basis von Zitronensäure hergestellt, da er sich
aufgrund der Inhaltsstoffe durch eine gute Materialverträglichkeit gegenüber
verchromten Armaturen auszeichnet.
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bitte Ihren Fachberater an oder rufen Sie uns an.
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