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Tipps für die Reinigung von Sanitärarmaturen

badezimmer_1.jpgZu einem zeitgemäßen Hotelzimmer gehört heutzutage auch ein nach modernem Geschmack eingerichtetes Badezimmer. Um den verschiedenen Bedürfnissen hinsichtlich Design und Funktionalität gerecht zu werden, bestehen deshalb heute Sanitärarmaturen aus sehr unterschiedlichen Werkstoffen.

Für das Housekeeping ergibt sich dadurch die Herausforderung bei der Reinigung ein glänzendes Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig die Materialienoberfläche zu erhalten. Wie lassen sich die verschiedenen Materialien reinigen und welche Produkte sind am Besten geeignet damit die Oberflächen nicht beschädigt werden?

Verschiedene Oberflächen

Die am häufigsten vorkommende Vergütungsschicht einer Sanitärarmatur ist eine Chrom-Nickel-Oberfläche, aber auch Oberflächenmaterialien wie Edelstahl, Kunststoffe einschließlich Pulver- und Naßlacke, eloxiertes Aluminium, PVD-Beschichtungen (metallisch wirkende Hartstoffschichten) oder galvanische Sonderoberflächen wie Gold werden verwandt.

Farbige, nicht metallische Oberflächen mit Ausnahme von OVD-Beschichtungen sind grundsätzlich empfindlicher als metallische, insbesondere gegen Verkratzen. Deshalb ist vor Beginn der Reinigung unbedingt zu prüfen, welche Art von Oberflächenmaterialien vorliegen.

Hauptproblem Kalkablagerungen

Die häufigste Verschmutzung im Sanitärbereich sind Kalkablagerungen. Zur Entfernung von starken Kalkablagerungen ist der Einsatz von sauren Reinigungsprodukten erforderlich. Es dürfen jedoch keine abrasiven Reiniger, Salzsäure oder chloridhaltige saure Reiniger, sowie keine leichtflüchtigen organischen Säuren (z. B. Essigsäure) eingesetzt werden.

Um bei der Reinigung die Materialoberflächen nicht zu beschädigen, sind folgende Tipps nützlich:

  • Die Reinigerdosierung und Einwirkdauer den Materialgegebenheiten anpassen und das Reinigungsmittel nie länger als nötig einwirken lassen.
  • Dem Aufbau von Verkalkungen kann durch regelmäßiges Reinigen vorgebeugt werden.
  • Bereits vorhandene Kalkablagerungen lassen sich am Besten durch direktes Auftragen von aufgeschäumten Produkt entfernen.
  • Die Verwendung von abrasiven Reinigungshilfsmitteln, wie z. B. Padschwämme kann zu einer Schädigung der Oberfläche führen. Hier nur entsprechende Sanitärschwämme verwenden.
  • Bei der Sprühreinigung die Reinigungslösung keinesfalls direkt auf die Armaturen, sondern auf das Reinigungstextil (Tuch/Sanitärschwamm) aufsprühen und damit die Reinigung durchführen, da der Sprühnebel in Öffnungen und Spalten der Armaturen eindringen und Schäden verursacht.
  • Nach der Reinigung mit ausreichend klarem Wasser nachspülen, um verbliebene Produktanhaftungen restlos zu entfernen.
  • Vorsicht! Bei bereits beschädigten Oberflächen (z. B. durch Verwendung von abrasiven Pads) kommt es durch das Einwirken der Reinigungsmittel zum Fortschreiten der Schäden.

Warum keine Essigsäure?

Vielfach ist zu beobachten, dass aus verschiedenen Gründen auf den Einsatz von Essigsäure als Wirkstoff in Sanitärreinigern Wert gelegt wird. Aus rein ökologischer Sicht spricht auch nichts gegen den Einsatz von Essigsäure, da diese biologisch sehr leicht abbaubar ist. Allerdings hat Essigsäure gravierende Nachteile, die dem Einsatz in der gewerblichen Anwendung widerspricht.

Im Gegensatz zu anderen gebräuchlichen Säuren ist die Essigsäure leicht flüchtig, d. h. ein großer Anteil der Säure geht in die Dampfphase über. Dabei greift die Säure durch Kratzer und Fehlstellen in der Verchromung das darunter liegende Metall an und kann sogar durch undichte Abdichtungen und Öffnungen in die Armatur eindringen. Das Innenleben von Armaturen besteht zumeist aus Messing, welches unter Bildung von Grünspan angegriffen wird. Das führt zur Spannungsrißkorrosion und am Ende zum Bruch von zentralen Funktionsteilen.

Alle Säuren wirken mehr oder weniger reizend oder ätzend. Normalerweise kommt diese Wirkung nur bei direktem Hautkontakt zum Tragen. Anders verhält sich dies bei leicht flüchtigen Säuren, wie z. B. bei der Essigsäure. Hier besteht durch die Leichtflüchtigkeit die Gefahr des Angriffs auf Schleimhäute und Lunge. Das ist im gewerblichen Bereich von besonderer Bedeutung, da dort längere Kontaktzeiten bestehen als im Haushaltsbereich. Aus diesem Grund ist die Essigsäure auch in die Liste von Stoffen mit MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz Konzentration) aufgenommen worden. Dieses Verhalten zeigen Säuren wie Zitronen- oder Amidosulfonsäure nicht. Sie sind nicht flüchtig und haben eine Reiz- und Ätzwirkung nur bei direktem Kontakt.

oasis_pro61_1.jpg Oasis Pro 61 Saurer Sanitärreiniger aus dem Oasis Pro Programm ist deshalb auf Basis von Zitronensäure hergestellt, da er sich aufgrund der Inhaltsstoffe durch eine gute Materialverträglichkeit gegenüber verchromten Armaturen auszeichnet.


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